Lebenshilfe Eichsfeld e.V.

Wohnangebote

Am längsten und härtesten kämpften wir für die Schaffung von Wohnplätzen für behinderte Menschen.

In einem feurigen Brief an den damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder beklagten wir uns, dass die politisch propagierte gemeinde- und familiennahe Unterbringung geistig behinderter Menschen wohl nicht für das Eichsfeld gelte. Wir baten ihn u.a. um die Übernahme der Schirmherrschaft für unser viertes Bürgerfest. Dieses geschah, Herr Schröder kam nach Duderstadt, hörte uns zu und die Ampel sprang auf „Grün“. Der damalige Referent im Sozialministerium nannte uns „schlaue“ Eichsfelder und dann ging es Dank des Geschäftsführers der Harz-Weser-Werkstätten in Osterode, Herrn Gerhard Helwing, mit Elan an den Bau von 24 Wohnheimplätzen plus einem Platz für die Kurzzeitunterbringung. Das Wohnheim gehört zum Bereich „Wohnen“ der Harz-Weser-Werkstätten und wird von Osterode aus geführt, denn eine solche Einrichtung, könnte man nicht ehrenamtlich, nebenher leiten.

Mit viel ehrenamtlichen Engagement errichteten wir 1998 unsere eigene Wohn- und Begegnungsstätte, die wir 2016 modernisiert und erweitert haben. Im Wohnhaus stellen wir mittlerweile 11 behindertengerechte Wohnungen zur Verfügung. Mit der Errichtung des Wohnhauses schafften wir auch das Angebot „Ambulant Unterstütztes Wohnen“. Diese professionelle Unterstützung können Menschen mit Behinderung in Anspruch nehmen, die in ihren „eigenen vier Wänden“ leben möchten aber Unterstützung bei einigen Aufgaben benötigen. Einige unserer Mieter nehmen dieses Unterstützungsangebot an. Das Angebot ist stundenweise, während das Wohnheim nebenan eine Betreuung rund um die Uhr vorsieht.

Beide Einrichtungen waren nur durch die vorhandenen Eigenmittel zu realisieren. Diese wiederum konnten nur durch die zahlreichen Spenden und das Engagement vieler Vereine bei unseren Bürgerfesten erworben werden.