Am längsten und härtesten kämpften wir für die Schaffung von Wohnplätzen für behinderte Menschen.
In einem feurigen Brief an den damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder beklagten wir, dass die politisch propagierte gemeinde- und familiennahe Unterbringung geistig behinderter Menschen wohl nicht für das Eichsfeld gelte. Wir baten ihn u.a. um die Übernahme der Schirmherrschaft für unser viertes Bürgerfest. Dieses geschah, Herr Schröder kam nach Duderstadt, hörte uns zu und die Ampel sprang auf „Grün“. Der damalige Referent im Sozialministerium nannte uns „schlaue“ Eichsfelder und dann ging es Dank des Geschäftsführers der HWW, Herrn Gerhard Helwing, mit Elan an den Bau von 24 Wohnheimplätzen plus einem Platz für die Kurzzeitunterbringung. Das Wohnheim gehört zum Bereich „Wohnen“ der HWW und wird von Osterode aus geführt, denn eine solche Einrichtung, könnte man nicht ehrenamtlich, nebenher leiten.
Mit viel ehrenamtlichen Engagement errichteten wir aber unsere Wohn- und Begegnungsstätte. Im Wohnhaus stellen wir 6 behindertengerechte Wohnungen Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Mit der Errichtung des Wohnhauses schafften wir auch das Angebot „Ambulant Betreutes Wohnen“. Diese professionelle Unterstützung können Menschen mit Behinderung in Anspruch nehmen, die in ihren „eigenen vier Wänden“ leben möchten. Zurzeit nehmen 11 Menschen mit Behinderung dieses Unterstützungsangebot an, wovon 6 Menschen ihre Wohnung im Wohnhaus der Lebenshilfe angemietet haben. Die übrigen Nutzer der ambulanten Hilfe haben ihre Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gemietet. Dieses Angebot ist stundenweise, während das Wohnheim nebenan eine Betreuung rund um die Uhr vorsieht.
Beide Einrichtungen waren nur durch die vorhandenen Eigenmittel zu realisieren. Diese wiederum konnten nur durch die zahlreichen Spenden und das Engagement vieler Vereine bei unseren Bürgerfesten erworben werden. |