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Zukunftsprojekt auf dem Kutschenberg Print E-mail
29 Jan 2010
Um eine Tagesstätte und barrierefreie Wohnungen für behinderte Senioren will die Lebenshilfe Eichsfeld ihr Quartier am Kutschenberg erweitern. Geplant ist ein Neubau auf der Wiese östlich des bestehenden Gebäudes. Das Grundstück war von vornherein als Option für eine Erweiterung gedacht. Wann und wie gebaut werden kann und soll, steht noch in den Sternen. Erste Entwürfe gibt es allerdings bereits, ebenso einen finanziellen Grundstock.

Den hat die Lebenshilfe dem Otto-Bock-Seniorchef und Duderstädter Ehrenbürger Max Näder zu verdanken: Allein bei seiner Beerdigung waren anstelle von Blumen 50.000 Euro für die Lebenshilfe gespendet worden. „Wir wollen das Geld sinnvoll einsetzen“, sagte Vorsitzende Monika Herbold beim Neujahrsempfang der Lebenshilfe.

Das Zukunftsprojekt, das noch im Anfangsstadium steckt und für das rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt sind, betrachtet sie als weiteren Baustein im Masterplan 2020. In Zusammenarbeit mit der Stadt und den Harz-Weser-Werkstätten, die am Kutschenberg eine eigene Wohnstätte unterhalten, würde auf diese Weise in Duderstadt ein einzigartiges Zentrum für Behinderte entstehen.

„Die Lebenserwartung steigt – auch für Menschen mit Behinderung“, betont Herbold. Möglichkeiten, im Alter nach eigenen Wünschen und Vorstellungen leben zu können, müsse es auch für Menschen geben, die viel Unterstützung bräuchten. Bis 2020 rechnet die Lebenshilfe mit einem starken Anstieg von Behinderten, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Interessenten können sich schon jetzt bei der Lebenshilfe melden. Bevor das Bauprojekt angegangen werden kann, müssen jedoch noch weitere Geldgeber gefunden, Zuschüsse, Genehmigungsverfahren und Kostenträgerschaft für die Bewohner geklärt werden.

„Wir haben am Kutschenberg die Möglichkeit, alle Angebote zu bündeln“, sagt Martin Vollmer. Der Diplomingenieur und stellvertretende Vorsitzende für Vereinsentwicklung bei der Lebenshilfe stellte beim Neujahrsempfang, bei dem auch für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt wurde, erste Entwürfe für den Neubau vor.

Im Erdgeschoss sollen eine Tagesstätte für behinderte Senioren, Küche und Räume für Einzelbetreuung und Therapie entstehen. Eine Hausgemeinschaft mit vier kleinen Wohnungen für Behinderte, Gemeinschaftsraum mit Balkon, behindertengerechtem Bad und Pflegedienstzimmer sind im Obergeschoss vorgesehen. Im Dachgeschoss sind vier weitere Wohnungen geplant. Sie sollen frei vermietet werden, sind für Behinderte mit ambulanter Betreuung ebenso geeignet wie für Angehörige oder andere Interessenten.

(Eichsfelder Tageblatt v. 29.01.2010)

 

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